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Wie findest du die zu dir passende Positionierung?

Wie findest du die zu dir passende Positionierung?

Nische, Zielgruppe, Coaching-Thema, passende Positionierung – kaum ein Punkt wird beim Start in die Selbständigkeit so strapaziert. Der kostet manch einer Starterin am Coaching- Trainings- oder Beratungsmarkt schlaflose Nächte.

Zwei Gedanken von mir zum Start dazu:

  • Ja, es ist super hilfreich, dich zu fokussieren auf eine zu dir passende Positionierung. Und ja, es gibt strukturierte Ansätze, die dich dabei unterstützen, das für dich jetzt passende Thema zu finden. Darum geht’s in diesem Artikel.
  • Nein, das ist keine Entscheidung für immer. Es ist ein Start, ein Versuchsballon – wenn’s passt, machst du damit weiter. Wenn nicht, justierst du nach. Nimm‘ den Druck raus, die „perfekte Lösung“ für dich zu finden. Die gibt’s nicht 😉.

 

Ich weiß nicht, wie ich starten soll …

Immer wieder treffe ich auf Frauen, die geradezu verzweifelt sind, weil sie tausend Ideen im Kopf haben und mit der Entscheidung für ihr Coaching-Thema ringen. Oder aber Frauen, die sich ratlos fühlen, weil sie nur eine nebulöse Vorstellung haben, in welche Richtung sie sich spezialisieren wollen. Anstatt loszulegen, verwenden sie viel Zeit mit der Suche nach dem perfekten Thema für ihr Business.

Das kann ich gut nachvollziehen, weil’s mir bei meinem Start genauso ging. Lange stocherte ich im Nebel – und hab‘ nix getan. Das war die Zeit, in der ich noch unglücklich im Job war. Mit meiner Entscheidung für die Selbständigkeit sah ich plötzlich ganz viele Möglichkeiten und hatte das ungute Gefühl, mit der Entscheidung für das eine Thema NEIN sagen zu müssen für alle anderen spannenden Optionen. Das ist der Punkt, an dem ganz viele ihren Start immer wieder hinauszögern.

 

Planen, testen, anpassen

Hier möchte ich einen Perspektivwechsel anregen: Nicht die vielen Ideen sind das Problem, sondern fehlende Struktur. Du legst dich nicht für alle Ewigkeit fest. Beschäftige dich intensiv mit einer Idee und leg los. Du sammelst Erfahrung mit einem ersten Angebot. Du lernst die Strukturen, du baust dir ein Gerüst, dass du immer wieder verwenden kannst. Das wie ein Kreisel – erst zieht er weite Kreise, dann immer engere. Planen – testen – anpassen, das ist die Grundhaltung.

Du willst ein Business aufbauen, dass dir Freude schenkt und von dem du gut leben kannst. Also profitabel und erfüllend zugleich. In diesem Artikel geht’s darum, wie du die zu dir passende Positionierung und dein (erstes ) Coaching-Thema findest.

 

Worum geht’s – und was hast du davon?

Eine Zielgruppe ist eine bestimmte Gruppe von Menschen (oder Unternehmen), die mit großer Wahrscheinlichkeit an dem Kauf deiner Dienstleistung interessiert sind.

Diese Nische beim Start deines Coaching-Business genau zu identifizieren, ist absolut hilfreich. Denn wenn du genau weißt, was diese Gruppe möchte, kann du dein Angebot entsprechend aufbauen. Und – ganz wichtig für dich als Einzelunternehmerin – du entwickelst zielgerichtete Marketing- und Verkaufsaktivitäten. Das heißt, du setzt deine knappen Ressourcen bestmöglich ein.

Wie findest du heraus, womit du startest?

 

Schritt 1: Nabelschau

Was kannst du gut, was machst du gerne? Finde ein Thema, dass dich interessiert, zu dem du etwas sagen kannst, wo du Know-how besitzt. Frage dich etwa:

  • Welches Thema begeistert mich, worüber spreche ich immer wieder gerne?
  • Gibt es ein zweites Thema, das du damit kombinieren kannst?
  • Was würde ich machen, wenn Geld keine Rolle spielt? Woran würde ich auch unbezahlt mit großer Leidenschaft arbeiten?

Du hast ganz viele Themen? Such dir eines raus und starte damit.

Alternativ frage dich, mit wem du gerne zusammenarbeitest, was dir dabei wichtig ist. Du liebst die Zusammenarbeit mit interessanten Frauen deines Alters? Du findest es total spannend, in der Start-up-Szene aktiv zu sein? Junge Erwachsene zu begleiten, ist dein Herzenswunsch? Ok. Welches Thema interessiert diese Menschen, wo könnte dein Mehrwert liegen? Sammle Ideen und wähle ein Thema aus.

Du siehst, Thema und Zielgruppe sind eng verknüpft. Oft ergibt sich das Thema aus der Zielgruppe oder die Zielgruppe aus dem Thema. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Wenn du lange grübelst und erstmal nichts machst, wird ganz sicher nichts dabei rauskommen.

Starte mit deinen ersten Ideen und folge den nächsten Schritten.

 

Schritt 2: Welches Problem löst du?

Wer könnte daran interessiert sein, deine Dienstleistung zu kaufen? Du arbeitest gerne mit Menschen zusammen, die ihre wahre Berufung entdecken möchten, um ein zufriedenes Berufsleben zu führen. Welches Problem löst du? Das Problem, dass du löst, ist einem gutbezahlten Beruf zu entkommen, der einen nicht erfüllt. Oder überhaupt erst nach der Schul- oder Studienzeit einen Berufsweg für sich zu entdecken. Oder nach langer Auszeit wieder einen Beruf für sich zu finden.

Oder du arbeitest gerne mit jungen Erwachsenen zusammen. Ihre Probleme könnten sein: Wie finde ich meinen Berufsweg? Wie schaffe ich eine finanzielle Basis? Wie finde ich einen Partner? Entscheide dich für ein Problem – denn du brauchst jemanden, der eine Lösung sucht und bezahlt, die du anbietest.

 

Schritt 3: Wie tickt dein Kunde, wie kannst du ihn beschreiben?

Hier geht’s zunächst um klassische demographische Merkmale. Person oder Unternehmen, Mann oder Frau, alt oder jung, usw. Dann gehst du tiefer und kombinierst das mit der Problemstellung.

Also Frauen mit einer verantwortungsvollen Führungsposition ab 50+, die den letzten Teil ihres Berufslebens nicht einfach absitzen wollen, sondern nach einer sinnvollen Beschäftigung suchen, in der sie ihre Stärken und Werte einbringen können. Oder den 16-jährigen, der nach seiner mittleren Reife nach seinem Weg in die Berufswelt sucht. Oder die 35-jährige Mutter, die nach der Familienzeit wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen möchte.

Im nächsten Schritt schaust du nach den Charakteristika deiner Wunschkunden, also was sie anspricht, wo sie sich aufhalten (im realen Leben und im Internet), was sie lesen, welche Sprache sie wählen, welche Gefühle sie umtreiben und und und. Es ist super, wenn du während dieser Marktrecherche schon Lösungsangebote für dein Thema im Internet findest – denn das heißt: Hier ist ein Markt. Es gibt Menschen, die für eine Lösung Geld bezahlen.

 

Schritt 4: Was genau bietest du an?

Hier geht’s um den Nutzen, den du bietest. Rational betrachtet, bietest du beispielsweise das oben genannte Berufungscoaching an. Was hat dein Kunde davon? Das befreiende Gefühl, endlich einen Weg aus einer Sackgasse zu sehen. Oder das entlastende Gefühl der Sicherheit, den passenden Weg zu finden. Oder das beruhigende Gefühl, nicht alleine da zu stehen im Nebel der Möglichkeiten. Erkennst du den Unterschied? Das ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor – bleibe immer in der Kundenperspektive!

Um diesen Nutzen gut zu beschreiben, brauchst du genaue Kenntnis über die Gefühlswelt deines Kunden. Um ihn zielgerichtet anzusprechen, benötigst du das Wissen, welche Wörter, welche Ausdrücke er benutzt, wo er sich abgeholt fühlt. Dein potenzieller Kunde soll das Gefühl erhalten, dass er ein genau auf ihn zugeschnittene Lösung für seine Probleme erhält. Er soll sich besonders wertgeschätzt und beachtet fühlen. Dieses Gefühl: Die versteht mich, die weiß genau, was ich brauche. Bei ihr finde ich endlich eine Lösung. Außerdem wirst du damit auch optisch bei deinen Kunden andocken – der 16-jährige wird von anderen Bildern angezogen als die 50-jährige Führungskraft.

 

Schritt 5: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kunde bei dir kauft?

Etwas brauchen können ist das eine. Etwas haben wollen, das nächste. Bereit & fähig sein, dafür zu bezahlen, ist der dritte, entscheidende Punkt. Denn du willst ja ein profitables Business, von dem du gut leben kannst.

Wie sehr drückt der Schuh? Wie intensiv ist das Bedürfnis nach einer Lösung? Und wie zahlungskräftig ist dein Gegenüber? All das findest du mit deiner Marktrecherche heraus.

Wichtig ist, genau zu schauen, wer dich bezahlt. Im Beispiel mit dem 16-jährigen Schulabgänger könnte dein zahlender Kunde ein Elternteil sein. Suchen die Eltern und überzeugen ihr Kind, die Beratung in Anspruch zu nehmen? Oder sucht der Jugendliche und überzeugt die Eltern, zu zahlen? Je nach Fall wird deine Ansprache eine ganz andere sein – eventuell gehst du einige Schritt zurück und schaust noch einmal, was die Charakteristika deines (zahlenden) Kunden sind.

Los geht’s

Du siehst an diesen Beispielen, dass dir im Verlauf der Suche nach der zu dir passenden Positionierung viele Ideen kommen, zu denen du NEIN sagst. Momentan. Fange an mit einem ersten Angebot. Lerne deine (ersten) Lieblingskunden besser kennen. Finde heraus, was du wirklich gut kannst – worin dein größter Mehrwert besteht. Entdecke, was dir am meisten Spaß macht.

Das passiert nicht am Schreibtisch – komm ins Tun. Starte dein Business mit einer ersten fundierten Idee. Gehe in das Gespräch mit potenziellen Kunden und sammle Erfahrung. Planen – testen – anpassen, das ist der Weg zu deinem Erfolg. 

Wenn du dich in diesem Prozess des Findens und Umsetzens deiner passenden Positionierung begleiten lassen möchtest, um schneller loszulegen, dann ruf mich an oder schreibe mir eine E-Mail. Ich freue mich auf unseren Austausch.

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